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Verhaltenstherapie
29.10.2024

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie

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Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist ein psychotherapeutisches Richtlinienverfahren, dass den Menschen als ein sich selbst steuerndes, aktives und planvoll handelndes Individuum auffasst. Dabei geht die verhaltenstherapeutische Sicht davon aus, dass Individuen zwar von ihrer Umwelt beeinflusst werden, aber auch im Stande sind ihre Umwelt zu verändern. Malapdatives oder dysfunktionales Verhalten, das sich dadurch auszeichnet, dass es nicht den eigenen Zielen dient oder unrealistisch ist, wird, wie alternatives funktionales Verhalten erlernt und kann in therapeutischen Sitzungen umgelernt werden. Aus verhaltenstherapeutischer Perspektive entstehen Psychische Störungen durch dysfunktionale oder fehlende Verhaltensmuster in Anpassung an äußere und innere Reize, weshalb Verhaltenstherapeut:innen mit Patient:innen in der Regel das Hier-und-Jetzt anhand verschiedener schwieriger Situationen fokussieren. Zentral sind dabei die vier psychischen Erlebnisebenen:
  • Kognitionen (Gedanken, Bewertungen)
  • Emotionen (gefühlsmäßige Reaktionen)
  • Physiologie (körperliche Veränderungen)
  • Verhalten (behaviorale motorische Reaktion)
Übergeordnet erfolgen auch Ziel- und Planalysen, die in Verbindung mit Situationsanalysen in einem hypothetischen Bedingungsmodell eingehen, das mit Patient:innen gemeinsam erarbeitet wird und die zugrundeliegende Störung erklären soll.
Was ist Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie.
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Systemisch erleben in Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung

Systemica steht in der Systemischen Weiterbildung und der Approbationsausbildung in Psychologischer Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

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Dritte Welle Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie ist das am stärksten wissenschaftlich untersuchte und auch am meisten an Universitäten gelehrte psychotherapeutische Verfahren. Insgesamt gab es dabei in den letzten Jahren auch zahlreiche Integrationen und Neuentwicklungen, die man als Dritte Welle Verhaltenstherapie bezeichnet. Dazu gehören unter anderem die Cognitive Behavioral Analysis of Psychotherapy (CBASP), die Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) und die Mindfulness-Based Cognitive Therapie (MBCT). Die modernen Ansätze ergänzen dabei die verhaltenstherapeutische Praxis um Prinzipien, wie Achtsamkeit, Akzeptanz und Mitgefühl. Während sich CBASP vor allem in der Behandlung von chronischen Depressionen bewährt hat, wirkt die DBT nachhaltig bei der Beeinflussung impulsiver Interaktionsstörungen vor allem vom Borderline-Typus. MBCT bringt Achtsamkeit als ein zentrales Konzept, also das urteilsfreie Wahrnehmen von Gefühlen und Gedanken im jeweiligen Moment, in die Psychotherapie. MBCT hat sich dabei insbesondere in der Behandlung affektiver und somatoformer Störungen als effektiv erwiesen.

Menschenbild Verhaltenstherapie

Das verhaltenstherapeutische Menschenbild zeichnet sich dadurch aus, dass die Therapeut:in das psychotherapeutische Geschehen strukturiert, das über eine Problemanalyse zu einem hypothetischen Bedingungsmodell führt. Die Therapeut:in in ihrer ausgewiesenen Expertenrolle wählt Techniken aus, leitet zur Veränderung an und dient als Modell, das zielgerichtetes Verhalten konsequent verstärkt und zu neuem Verhalten motiviert. Verhaltenstherapie lebt von einer starken Problemoperationalisierung. So wird symptomorientiert diagnostiziert und zielorientiert gearbeitet. Daraus resultiert eine nahezu unerschöpfliche Anzahl verhaltenstherapeutischer Techniken für verschiedene psychische Symptome. Nichtsdestotrotz zeichnen sich verhaltenstherapeutische Sitzungen auch durch Psychoedukation aus, das heißt das Patient:innen Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Therapeutische Aufgaben in Form von Hausaufgaben vervollständigen dabei die Therapiesitzungen.

Verhaltenstherapie Übungen

Verhaltenstherapie Übungen fokussieren vor allem das Umlernen von Verhaltensmustern und die Stärkung von Patient:innen in ihrer Problemlösekompetenz. Durch kognitive Umstrukturierung und dem sokratischen naiven Dialog sollen Patient:innen eigene Grundannahmen hinterfragen und als nicht förderlich erkennen. Dysfunktionale Kognitionen und Bewertungen als Ursache psychischen Leidens werden damit abgebaut. Als erfolgreiche Methode hat sich dabei das ABC-Modell und die sogenannte Spaltentechnik erwiesen. Andere behaviorale Methoden und Übungen umfassen Verhaltensexperimente und expositive Techniken. Dabei wird die Patient:in dazu angeleitet sich eigenen Ängsten zu stellen und die körperliche Reaktion wahrzunehmen, bis diese sich ohne – bisherig favorisierte Vermeidung und Fluchtreaktion - verringert. Die verhaltenstherapeutische Exposition hat sich dabei als unglaublich hilfreich und effektiv in der Behandlung von Angststörungen, Zwangsstörungen und traumatischen Störungen erwiesen.

Verhaltenstherapie in der Nähe

Sie möchten Verhaltenstherapie in der Nähe wahrnehmen, finden aber keine Psychotherapeut:in? Das Hilfsportal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bietet über die Rufnummer 116 117 Unterstützung bei der Vermittlung psychotherapeutischer Gespräche. Anderseits können Sie auch die Suchdienste der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), der Landenspychotherapeutenkammern (LPKs) oder die der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) probieren. In der Regel sind die meisten kassenzugelassen Psychotherapeut:innen verhaltenstherapeutisch ausgebildet. Zu Beginn werden mit Ihnen probatorische Sitzungen zum Kennenlernen vereinbart, wobei nach Vorliegen einer behandlungswertigen Störung und beidseitig bestätigtem Wunsch nach einer Zusammenarbeit die Psychotherapie bei Ihrer Versicherung beantragt wird. Die Verhaltenstherapeut:in wird Sie über die Länge, ihr Störungsbild und Alternativen zur psychotherapeutischen Behandlung aufklären.

Kontakt

Frau Haase

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Frau Madlen Righi

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