
Psychotherapieausbildung
Psychotherapieausbildung
Psychotherapieausbildung
Mit der Psychotherapieausbildung wird in der Regel die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeut:in oder zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:in nach einem postgradualen Studium bezeichnet. Am ehesten ist die Ausbildung in Psychotherapie mit einer Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt zu vergleichen. So erhalten Absolvent:innen der staatlichen Psychotherapie Ausbildung mit danach die Approbation und den Fachkundenachweis, der es bei vorhandenem Kassensitz erlaubt gesetzlich krankenversicherte Patient:innen zulasten der Krankenkasse zu behandeln. Die Approbationsausbildung ist staatlich geregelt und erfolgt in der Regel in einem der vier anerkannten Richtlinienverfahren, also in der Verhaltenstherapie, Systemischen Therapie, Tiefenpsychologisch fundierten Therapie oder psychoanalytischen Psychotherapie.

Systemisch erleben in Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung
Systemica steht in der Systemischen Weiterbildung und der Approbationsausbildung in Psychologischer Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Inhalte und Ablauf der Psychotherapieausbildung
Die Psychotherapieausbildung umfasst insgesamt 4.200 Stunden, die sich auf die folgenden sechs inhaltlich verschiedenen Bestandteile aufteilen:
- Praktische Tätigkeit I und II mit 1.800h
- Theoretische Ausbildung im vertieften Richtlinienverfahren im Umfang von 600h
- Praktische Ausbildung von 600h
- Supervision im Umfang von 150h, davon 50h als Einzelsupervision
- Freie Spitze im Umfang von 930h
Voraussetzungen für die Aufnahme einer Psychotherapieausbildung
Die Ausbildung zur Psychotherapeut:in ist zwar durch ein Bundesgesetz, das sogenannte Psychotherapeutengesetz (PsychThG) und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) geregelt, trotzdem wird Sie im jeweiligen Landesrecht umgesetzt. Das führt dazu, dass jedes Bundesland unterschiedliche Voraussetzungen für die Aufnahme der Psychotherapieausbildung hat. So ist insbesondere in Baden-Württemberg die Aufnahme einer Ausbildung zur Psychotherapeut:in für Erwachsene oder Kinder und Jugendliche auch für Absolvent:innen von Fachhochschulstudiengängen möglich, während dies in Bayern beispielsweise nicht möglich ist. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund verwirrend, dass zwar nicht jeder Abschluss in Psychologie in jedem Bundesland zur Ausbildung zugelassen ist, die spätere Approbation jedoch wieder bundesweit gilt. Interessent:innen für die Psychotherapie Ausbildung richten individuelle Anfragen am Besten an das jeweilige Landesprüfungsamt, das eine Aussage zum Vorliegen der Voraussetzungen für die Aufnahme einer Psychotherapieausbildung treffen kann.
Reform der Psychotherapieausbildung
Gegen Ende 2019 wurde die Psychotherapie Ausbildung vom Gesetzgeber aufgrund anhaltender Missstände für junge Psychotherapeut:innen reformiert. So wurde die Ausbildung in Psychotherapie bisher von Teilnehmer:innen selbst finanziert, obwohl diese über ein unzureichendes Einkommen und einen unsicher definierten Sozialversicherungsstatus verfügten, der sich je nach Phase der Psychotherapie Ausbildung auch noch unterschied. Vor Beginn der Reform der Psychotherapieausbildung bereits begonnene Ausbildungen können bis spätestens 2032 abgeschlossen werden. Ausnahmeregelungen erlauben darüberhinausgehend jedoch noch weitere drei Jahre. Diese gelten jedoch nur für das Vorliegen von besonderen Härten und können auf Antrag durch das örtliche Landesprüfungsamt genehmigt werden. Trotz gewährter Ausnahmeregelung ist die Ausbildung dann jedoch bis spätestens 2035 abzuschließen.
Welches Richtlinienverfahren für die Psychotherapieausbildung?
Eine häufige Frage Psychologiestudierenden ist die Frage, welches Richtlinienverfahren für die Psychotherapieausbildung das richtige ist. Für den Entscheidungsprozess sind häufig Vorträge an Universitäten sehr hilfreich, immerhin unterscheiden sich die verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren hinsichtlich des Menschenbilds, der Rolle der Therapeut:in, den Grundhaltungen oder auch der therapeutischen Vorgehensweise, insbesondere also der Einsatz verschiedener therapeutischer Techniken und Methoden. Das Systemica Instituthat dabei verschiedene digitale und kostenfreie einsehbare Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt, die der Entscheidungshilfe dienen können. So sind beispielsweise Vorträge zur Systemischen Therapie im Kontext der anderen Richtlinienverfahren, zur Systemisch-integrativen Fallkonzeption oder zu systemischen Denken in therapeutischen Kontexten verfügbar.
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