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Psychotherapieausbildung
26.03.2024

Psychotherapieausbildung

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Psychotherapieausbildung

Mit der Psychotherapieausbildung wird in der Regel die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeut:in oder zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:in nach einem postgradualen Studium bezeichnet. Am ehesten ist die Ausbildung in Psychotherapie mit einer Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt zu vergleichen. So erhalten Absolvent:innen der staatlichen Psychotherapie Ausbildung mit danach die Approbation und den Fachkundenachweis, der es bei vorhandenem Kassensitz erlaubt gesetzlich krankenversicherte Patient:innen zulasten der Krankenkasse zu behandeln. Die Approbationsausbildung ist staatlich geregelt und erfolgt in der Regel in einem der vier anerkannten Richtlinienverfahren, also in der Verhaltenstherapie, Systemischen Therapie, Tiefenpsychologisch fundierten Therapie oder psychoanalytischen Psychotherapie.
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Psychotherapieausbildung.
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Systemisch erleben in Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung

Systemica steht in der Systemischen Weiterbildung und der Approbationsausbildung in Psychologischer Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

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Inhalte und Ablauf der Psychotherapieausbildung

Die Psychotherapieausbildung umfasst insgesamt 4.200 Stunden, die sich auf die folgenden sechs inhaltlich verschiedenen Bestandteile aufteilen:
  • Praktische Tätigkeit I und II mit 1.800h
  • Theoretische Ausbildung im vertieften Richtlinienverfahren im Umfang von 600h
  • Praktische Ausbildung von 600h
  • Supervision im Umfang von 150h, davon 50h als Einzelsupervision
  • Freie Spitze im Umfang von 930h
Die Inhalte und der Ablauf der Ausbildung in Psychotherapie richtet sich dabei auch nach der gewählten Form und kann in Voll- oder Teilzeit erbracht werden. Eine Ausbildung in Vollzeit dauert daher mindestens drei Jahre, während eine psychotherapeutische Ausbildung in Teilzeit mindestens fünf Jahre umfasst. Die Psychotherapie Ausbildung ist dabei in zwei verschiedene Phasen eingeteilt. In der Regel wird zuerst mit der praktischen Tätigkeit, also der klinisch-praktischen Zeit, in stationären Einrichtungen der Psychiatrie, Psychosomatik oder Psychotherapie begonnen. Begleitend besuchen Ausbildungsteilnehmer:innen in der Regel theoretische und Selbsterfahrungsseminare um optimal auf Patient:innen vorbereitet zu sein und diesen eine Behandlung lege artis anbieten zu können. Nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit und der Ableistung der Praktischen Tätigkeit erfolgt der Wechsel in die ambulante Phase. Teilnehmer:innen erbringen dann im Rahmen Ihrer Psychotherapieausbildung eigene Patient:innenbehandlungen unter der Supervision von erfahreneren Kolleg:innen. Dabei behandeln Sie eigenverantwortlich Patient:innen mit psychischen Störungen in Kurz- und Langzeittherapien. Der letzte Ausbildungsbestandteil, die sogenannte Freie Spitze ist ein Wahlpflichtbereich, der Psychotherapeut:innen in Ausbildung die Möglichkeit gibt eigene Schwerpunkte zu setzen. Die Freie Spitze wird dabei häufig über die Vor- und Nachbereitung therapeutischer Sitzungen, den Besuch zusätzlich theoretischer Seminare oder Selbsterfahrung, Intervisionsgruppen oder über ein angeleitetes Literaturstudium erbracht.

Voraussetzungen für die Aufnahme einer Psychotherapieausbildung

Die Ausbildung zur Psychotherapeut:in ist zwar durch ein Bundesgesetz, das sogenannte Psychotherapeutengesetz (PsychThG) und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) geregelt, trotzdem wird Sie im jeweiligen Landesrecht umgesetzt. Das führt dazu, dass jedes Bundesland unterschiedliche Voraussetzungen für die Aufnahme der Psychotherapieausbildung hat. So ist insbesondere in Baden-Württemberg die Aufnahme einer Ausbildung zur Psychotherapeut:in für Erwachsene oder Kinder und Jugendliche auch für Absolvent:innen von Fachhochschulstudiengängen möglich, während dies in Bayern beispielsweise nicht möglich ist. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund verwirrend, dass zwar nicht jeder Abschluss in Psychologie in jedem Bundesland zur Ausbildung zugelassen ist, die spätere Approbation jedoch wieder bundesweit gilt. Interessent:innen für die Psychotherapie Ausbildung richten individuelle Anfragen am Besten an das jeweilige Landesprüfungsamt, das eine Aussage zum Vorliegen der Voraussetzungen für die Aufnahme einer Psychotherapieausbildung treffen kann.

Reform der Psychotherapieausbildung

Gegen Ende 2019 wurde die Psychotherapie Ausbildung vom Gesetzgeber aufgrund anhaltender Missstände für junge Psychotherapeut:innen reformiert. So wurde die Ausbildung in Psychotherapie bisher von Teilnehmer:innen selbst finanziert, obwohl diese über ein unzureichendes Einkommen und einen unsicher definierten Sozialversicherungsstatus verfügten, der sich je nach Phase der Psychotherapie Ausbildung auch noch unterschied. Vor Beginn der Reform der Psychotherapieausbildung bereits begonnene Ausbildungen können bis spätestens 2032 abgeschlossen werden. Ausnahmeregelungen erlauben darüberhinausgehend jedoch noch weitere drei Jahre. Diese gelten jedoch nur für das Vorliegen von besonderen Härten und können auf Antrag durch das örtliche Landesprüfungsamt genehmigt werden. Trotz gewährter Ausnahmeregelung ist die Ausbildung dann jedoch bis spätestens 2035 abzuschließen.

Welches Richtlinienverfahren für die Psychotherapieausbildung?

Eine häufige Frage Psychologiestudierenden ist die Frage, welches Richtlinienverfahren für die Psychotherapieausbildung das richtige ist. Für den Entscheidungsprozess sind häufig Vorträge an Universitäten sehr hilfreich, immerhin unterscheiden sich die verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren hinsichtlich des Menschenbilds, der Rolle der Therapeut:in, den Grundhaltungen oder auch der therapeutischen Vorgehensweise, insbesondere also der Einsatz verschiedener therapeutischer Techniken und Methoden. Das Systemica Instituthat dabei verschiedene digitale und kostenfreie einsehbare Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt, die der Entscheidungshilfe dienen können. So sind beispielsweise Vorträge zur Systemischen Therapie im Kontext der anderen Richtlinienverfahren, zur Systemisch-integrativen Fallkonzeption oder zu systemischen Denken in therapeutischen Kontexten verfügbar.

Kontakt

Frau Haase

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Frau Madlen Righi

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